
Wenn Juni flüstert
Ein poetischer Text zur Zeit der Sommersonnenwende
Wenn der Wind warm durch die Zweige streicht
und die Tage im Licht baden wie Kinder im Fluss,
dann beginnt der Juni zu flüstern.
Nicht laut. Nicht fordernd.
Sondern wie ein sanftes Streicheln der Seele.
Er flüstert von Fülle und Freude,
von goldenen Feldern und tanzenden Blüten,
von barfuß gehen, lachen, loslassen.
Vom Tanz des Lebens
und vom tiefen Atmen in der Weite des Seins.
In ihm liegt das Versprechen von Wärme und Freiheit,
von Tagen, die nie ganz enden,
von Nächten, die nach Holunder und Heu duften.
Der Juni ist die Schwelle zwischen Blüte und Reife.
Zur Sommersonnenwende berührt er das höchste Licht –
einen Moment lang steht die Zeit still.
Es ist ein heiliger Augenblick:
zum Innehalten, zum Danken, zum Sein.
Der Juni trägt die Sonne im Herzen
und reicht dir die Hand,
dich selbst zu erinnern:
an das, was in dir leuchtet –
still, klar und wahr.
Jetzt ist Zeit, mit dem Licht zu atmen.
Nicht später.
Jetzt.


