Der Mond trifft die Sieben Schwestern

Eine himmlische Begegnung zwischen Licht, Erinnerung und Intuition

In der Nacht vom 22. Juni zieht der Mond nahe an einem der geheimnisvollsten Sternhaufen unseres Himmels vorbei: den Plejaden, auch bekannt als die Sieben Schwestern. Diese zarte Begegnung ist mehr als nur ein astronomisches Ereignis – sie ist ein Symbol für das weibliche Urwissen, die innere Stimme und die Verbindung zu den Sternen.

Astronomisch betrachtet: Wer sind die Sieben Schwestern?

Die Plejaden gehören zum Sternbild Stier und bestehen aus etwa 1.000 Sternen – doch sichtbar sind meist nur 6 bis 8. Ihr Leuchten wirkt wie ein zarter Lichtschleier am Himmel. In klaren Nächten scheinen sie beinahe zu tanzen – fein, still und durchdrungen von uralter Magie.

Schon vor Jahrtausenden dienten sie als Himmelskalender, Wegweiser und spirituelle Zeichen. In der griechischen Mythologie waren sie die Töchter des Titanen Atlas und der Okeanide Pleione.

Ihre Namen und Qualitäten:

1. Maia – die Älteste, weise Hüterin des Neubeginns

2. Electra – leuchtende Erinnerung, Verbindung zu Ahnen

3. Taygete – wandernde Seherin, schützend und klar

4. Alcyone – sanftes Zentrum, Frieden und Licht

5. Celaeno – die Verborgene, Tiefe und Schattenwissen

6. Sterope (Asterope) – Sternenfunke, Inspiration und Mut

7. Merope – die Menschliche, Hüterin der Verletzlichkeit

In manchen Nächten scheint Merope schwächer zu leuchten – einer Legende nach aus Scham, weil sie als Einzige einen Sterblichen liebte. Für uns kann das ein Bild dafür sein, dass auch das Irdische, das Unperfekte, ein Teil des göttlichen Musters ist.

Astrologisch: Wenn Mond und Schwestern sich begegnen

Die Plejaden liegen auf etwa 29 Grad im Zeichen Stier – ein besonderer Grad, der in der Astrologie oft mit tiefer Intuition, seelischem Erwachen und alten Erinnerungen in Verbindung gebracht wird.

Wenn der Mond heute dort vorbeizieht, entsteht ein Moment innerer Durchlässigkeit. Du könntest:

besonders emotional offen sein,

intensive oder bedeutungsschwangere Träume erleben,

oder ein vages Ziehen in der Seele spüren – wie ein Ruf von weit her.

Die Verbindung von Mond (Weiblichkeit, Inneres) und Plejaden (kosmisches Wissen, Schwesternschaft) lädt ein, dem Inneren Rat, den Ahninnen und deiner Intuition zu lauschen.

Spirituell: Sternentöchter als Wegweiserinnen

Viele spirituelle Traditionen verehren die Plejaden als:

Hüterinnen weiblichen Wissens

Trägerinnen heiliger Lieder und Rituale

Begleiterinnen der Seele auf ihrer Reise

Die sieben Schwestern können als Archetypen betrachtet werden, die verschiedene Aspekte des Weiblichen, des Werdens, der Erinnerung und der Heilung verkörpern.

Sie erscheinen in Träumen, Liedern, inneren Bildern – und vielleicht auch heute in deiner eigenen Geschichte.

Brücke zum Alltag: Wie du diesen Moment nutzen kannst

Auch wenn du die Sterne nicht sehen kannst, kannst du ihre Kraft spüren. Hier ein paar Impulse:

 Nächtliche Zwiesprache

Stelle dir vor, du sitzt mit den sieben Schwestern ums Feuer.

Welche Frage würdest du stellen? Welche Antwort kommt?

Tagesimpuls

Wähle intuitiv eine Schwester.

Schreib auf, was ihre Qualität dir heute sagen möchte.
(z. B. Maia – Was darf heute neu beginnen?)

Traumritual

Lege dir sieben kleine Steine, Blüten oder Sterne unter dein Kopfkissen.

Bitte darum, im Traum eine Erinnerung oder Botschaft zu erhalten.

Wortmagie für den Tag

> „Ich bin Teil des kosmischen Tanzes.
Ich erinnere mich – nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herz.“

Zum Schluss – ein poetischer Gruß

> Wenn der Mond die Schwestern trifft,
flüstert der Himmel von altem Licht.
Was du vergessen hast, wird heute sanft erinnert.
In deinem Herzen blüht die Nacht.

✨ Eure Solea ✨

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