Des Windes wegen

(Ein Gedicht von Solea Fontaine)

Des Windes wegen blieb ich steh’n,
am Rande des Abends, im Flimmern der Höh’n.
Er trug mir Gedanken verlorener Tage,
und Fragen, so sanft wie der Nebel am Tage.

Des Windes wegen sprach ich leis,
zu Zweigen der Linde, im goldenen Kreis.
Er kannte mein Herz in den Nächten allein,
und flüsterte Träume aus Worten hinein.

Sie flogen wie leise Falter,
empor zu des Himmels Höhn,
dort wurden sie stille Begleiter,
des Wunsches Funkeln – so schön.

Sie ruhten auf silbernen Träumen,
im Schatten vergessener Zeit,
verloren sich still in den Räumen
der Sehnsucht und Zärtlichkeit.

Sie flüsterten Licht durch die Blätter,
vom Flüstern der Ewigkeit,
des Windes wegen, der Retter
im Tanz der Vergänglichkeit.

Der Tanz der Vergänglichkeit,
des Glücksmomentes sanftes Gesicht,
so wahrhaft wie Schneeflocken fallen –
und schmelzen im Frühlingslicht.

Ein Lächeln, geboren im Hauch,
des Augenblicks flüchtige Macht,
vergeht wie der Schnee auf den Dächern
in der ersten Frühlingsnacht.

Doch bleibt etwas still in der Luft,
ein Duft aus Erinnerung, zart,
der flüstert von allem, was war –
des Herzens geheime Art.

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