Zwischen den Worten

(Ein Gedicht von Solea Fontaine)

Zwischen den Worten liegt ein Raum,
nicht leer, sondern voller Atem,
voller Suchen und Finden,
voller Hören und Verstehen.

Wie zarter Nebelglanz,
der langsam steigt über tauschschwere Wiesen,
schleicht die Nacht heran –
mit ihrem Wächter,
dem weisen Mond,
und seinem Sternengefolge.

Wie Spinnenfäden im Sternenglanz,
weben freundliche Worte,
Verbindungen zwischen jedem Herz
und stillen Seelenorten.

Hier begegnen sich Stimmen,
über Zeit und Raum hinaus,
und weben leise Brücken,
die keine Grenzen kennen.

Schenke so manches Herzenswort,
so viel und leuchtend wie Sternenfunkeln.
Denn mit diesem Seelenwort erhellst du
so manchen dunklen Ort,
wie Mond und Sterne in der Nacht,
ganz friedlich und sacht.

In diesem Raum tanzt die Seele frei,
trägt das Gewicht der Stille,
und schenkt uns ein Flüstern,
das verbindet — ganz tief.

Wenn wir lernen, diesen Raum zu hüten,
wächst aus Sprache lebendige Nähe,
und wir werden mehr als Worte –
werden ganz und gar berührt.

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