Ein Wetterbericht aus der Tiefe des Herzens
von Solea Fontaine
–
Es gibt Tage, da trägt der Himmel mein Inneres.
Er verdunkelt sich, wenn mein Herz schwer ist.
Er weint, wenn meine Tränen fehlen.
Er flüstert, wenn ich keine Worte finde.
Ich nenne dieses feine Band zwischen Himmel und Gefühl: Seelenwetter.
Seelenwetter ist kein launisches Wetter. Es ist ein ehrliches.
Es entzieht sich den Prognosen der Welt, folgt weder Kalender noch Plan.
Es kündigt sich nicht an – es ist einfach da.
Still. Wild. Zart. Sturmgebärtig.
☁️ Was ist Seelenwetter?
Seelenwetter ist das, was in uns zieht, tost, flimmert oder aufklart – gespiegelt in der Natur um uns.
Ein nebliger Morgen kann sich wie Melancholie anfühlen.
Ein Sommergewitter wie ein innerer Aufbruch.
Ein kühler Wind wie der Hauch einer alten Erinnerung.
Manchmal trägt das Außen unsere Stimmungen.
Manchmal trägt unsere Seele das Wetter –
und manchmal ist beides eins.
✨Warum sollten wir Seelenwetter achten?
Weil wir zyklische Wesen sind.
Weil unsere Gefühle genauso Wellen schlagen dürfen wie der Ozean.
Weil der Versuch, immer Sonne zu tragen, uns austrocknet.
Weil auch Regen Segen ist.
Seelenwetter lädt uns ein, achtsam zu lauschen:
Was bewegt sich in mir?
Was will gesehen werden?
Welches Klima herrscht in meinem Inneren – und wie kann ich mir heute gut begegnen?
✨ Ein kleines Ritual
Schließe für einen Moment die Augen.
Spüre: Wie fühlt sich das Seelenwetter heute an?
Welche Farben trägt es? Welche Temperatur?
Ist es stürmisch, neblig, klar, golden, frostig, erdschwer?
Dann frage dich:
Was brauche ich bei diesem Wetter?
Vielleicht eine Tasse Tee. Vielleicht Stille. Vielleicht Tanz. Vielleicht nur ein paar Worte:
„Ich sehe dich, liebes Seelenwetter.
Ich lasse dich da sein.“
✨



