August – Zwischen Fülle, Feuerfunken und flüsternden Feldern

Ein Monatsbeginn unter dem Getreidemond

Der August tritt nicht laut auf. Er flackert nicht wie der Juli, er stürmt nicht wie der September. Er steht still – warm und weit wie ein goldenes Feld im Spätnachmittag.
Hier, am Übergang zwischen Hochsommer und Frühherbst, liegt eine besondere Magie: Die Welt ist satt, das Licht weich, die Nächte wieder dunkler, die Luft riecht nach Reife und Abschied. Und doch nach Sehnsucht.

 Der Getreidemond leuchtet über den Feldern

Der Vollmond im August wird traditionell Getreidemond genannt – eine Zeit der Ernte, nicht nur auf den Äckern. Es ist auch eine Einladung, das eigene Jahr bewusst zu betrachten:
Was hat Wurzeln geschlagen in mir?
Was hat Blüten getragen – und was darf jetzt geerntet werden?
Welche Träume habe ich genährt? Welche lasse ich ziehen?

Der Getreidemond steht tief am Himmel, rund und golden. Er erinnert uns daran, wie viel wir bereits geschaffen haben – auch wenn es im Alltag oft untergeht.

> „Der Getreidemond fragt nicht, was dir fehlt.
Er zeigt dir, was schon da ist.“

 Die Perseiden – wenn Wünsche am Himmel tanzen

Rund um den 12./13. August erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Dann flammen in klaren Nächten Dutzende Sternschnuppen über das Firmament – als würde der Himmel selbst Wünsche freisetzen.
In alten Kulturen galten Sternschnuppen als Botschaften der Götter, als Tore zwischen den Welten oder als Zeichen dafür, dass etwas in Bewegung kommt.

Wir kennen den Brauch, uns etwas zu wünschen, wenn eine Sternschnuppe fällt. Doch vielleicht sind diese Lichtfunken gar nicht dazu da, unsere Wünsche zu erfüllen –
sondern um uns daran zu erinnern, was wir uns wünschen.

Denn ein Wunsch ist kein Konsum. Er ist ein zarter Anfang.
Eine Sehnsucht, die Richtung geben will.
Ein innerer Ruf – der uns auffordert zu fühlen, zu träumen, aber auch zu handeln.

 Manifestation – Wunsch trifft Handlung

In dieser Augustzeit – zwischen Mondlicht und Sternenregen – ist es kraftvoll, sich der eigenen inneren Ausrichtung bewusst zu werden. Was zieht dich an? Was möchtest du in die Welt bringen? Was ist deine goldene Vision?

Manifestieren heißt nicht, sich alles herbeizudenken.
Es bedeutet, das Gewünschte zu leben – in Gedanken, im Gefühl, in Handlung.

Rituale, Vision Boards, kleine Handlungen, ein Gespräch, eine Entscheidung: All das sind Wege, auf denen sich Wunsch in Weg verwandelt.

> „Der Wunsch ist der Same. Der Weg ist dein Werk.“

 Kräuterzeit – pflück dir dein Licht für dunkle Tage

Auch die Natur erinnert uns im August daran, dass jetzt gesammelt werden darf.
Kräuter wie Schafgarbe, Goldrute (Solidago), Königskerze und Brennnessel stehen in ihrer vollen Kraft. Aus ihnen lässt sich ein Raucherwerk binden – als Begleiter für kommende dunklere Tage.

Ein Räucherbündel aus diesen Pflanzen trägt die Essenz des Augusts:
heilend, klärend, stärkend, lichtvoll.
Du kannst es an einem trockenen, sonnigen Tag selbst binden – mit Achtsamkeit, vielleicht begleitet von einem Wunsch, der in den aufsteigenden Rauch gelegt wird.

 Fazit: August, du goldener Schwellenmonat

Der August ist nicht einfach nur ein Sommermonat.
Er ist ein Spiegel: für das, was gewachsen ist – außen wie innen.
Er ist ein Portal: zwischen Licht und Loslassen.
Und er ist ein Begleiter: für alle, die bereit sind, ihren Wünschen auf den Grund zu lauschen – und Schritt für Schritt den Weg zu ihnen zu gehen.

Willkommen, goldener August. Mögest du uns Fülle schenken –
und Klarheit, was wir daraus machen möchten.

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