Abschied vom August

Ein stiller Übergang & ein Ritual für das, was bleiben darf

Der August verneigt sich.
Seine goldene Wärme zieht sich langsam zurück,
die Tage werden kürzer – und doch tragen sie noch das Echo des Sommers.
Vielleicht bist du erfüllt von all dem, was war.
Vielleicht auch müde von all dem, was geworden ist.
Beides darf sein.

August war eine Zeit der Reife –
nicht nur in der Natur, sondern auch in dir.
Vielleicht sind Wünsche klarer geworden.
Vielleicht hat sich etwas geordnet.
Vielleicht hast du gespürt, was du brauchst –
oder was du nicht mehr mitnehmen möchtest.

Es ist diese Schwelle,
an der der Übergang beginnt.
Nicht abrupt, nicht laut.
Sondern still.
Fast wie ein Seufzer der Erde,
bevor sie langsam ins Innere kehrt.

️ Ein stilles Licht

Vielleicht ist jetzt der Moment,
eine kleine Kerze zu entzünden.
Nicht aus Wehmut,
sondern aus Dankbarkeit.
Für das, was dich berührt hat.
Für das, was gewachsen ist – in dir und um dich herum.

Du musst nicht alles festhalten.
Manche Dinge bleiben,
weil sie einen Platz in dir gefunden haben.
Andere dürfen gehen,
weil sie dich genau bis hierhin getragen haben.

> „Wenn der Sommer sich verneigt,
beginnt das Leuchten im Innern.“

Ritual am Monatsende: Salzbad mit Wildkräutern

Wenn du bereit bist, das Alte abzulegen
und das Wesentliche zu bewahren –
dann schenke dir ein Salzbad mit Wildkräutern.
Ein kleines Ritual, das klärt, wärmt und dich zurück zu dir bringt.

Du brauchst:

Eine Handvoll grobes naturbelassenes Salz

Getrocknete oder frische Kräuter:
– Goldrute (Solidago): für inneres Licht
– Schafgarbe: für Heilung und Schutz
– Königskerze: für Klarheit und Mut
– Brennnessel: für Reinigung und Abgrenzung

Optional: ein Musselinsäckchen oder feines Tuch zum Einlegen der Kräuter

So geht’s:

1. Übergieße die Kräuter mit heißem Wasser, lass sie 10–15 Minuten ziehen.

2. Gib das Salz und den Kräutersud ins warme Badewasser.

3. Zünde eine Kerze an, tauche langsam ein – und atme.

4. Lass bewusst los, was du nicht mitnehmen willst.

5. Spür das Wasser auf der Haut – und das Loslassen in dir.

> „Ich bade mich frei von allem, was zu schwer geworden ist.
Ich bade mich zurück zu mir.“

Der August wird dich nicht verlassen.
Er bleibt in deiner Erinnerung, in deiner Reifung,
in den kleinen Momenten,
die dir niemand nehmen kann.

Und wenn du wieder hinaustrittst –
später, in den frühen Septembermorgen –
wirst du merken:
Etwas ist leichter geworden.

Deine Solea ✨

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