Kosmische Symbiose

Wenn die Erde sich zwischen Sonne und Mond stellt, geschieht etwas Seltenes: ein stiller Tanz im Schatten.
Die Sonne schenkt ihr unerschöpfliches Licht, die Erde nimmt es auf, filtert es durch ihre Atmosphäre und färbt es in Töne von Rot, Kupfer und Purpur. Der Mond empfängt dieses verwandelte Strahlen und trägt es hinaus in die Nacht – geheimnisvoll, gedämpft, leuchtend wie ein fernes Feuer.

Für einen kostbaren Augenblick stehen die drei Himmelskörper in vollkommener Harmonie. Sonne, Erde und Mond – Feuer, Atem und Spiegelung – verbunden in einer einzigen Linie, als hätten sie sich verabredet, um uns an die verborgene Ordnung des Kosmos zu erinnern.

Der Mond erscheint uns dann nicht nur als Himmelskörper, sondern als Hüter eines Geheimnisses: Er trägt das Glühen aller Sonnenauf- und -untergänge der Welt in sich. Ein Spiegel des Lebens selbst – immer empfangend, wandelnd, weitergebend.

So erzählt die Mondfinsternis von einer Symbiose, die größer ist als wir. Sie lehrt uns, dass nichts für sich allein leuchtet, sondern dass jedes Licht durch ein anderes geboren wird. Und dass im Dunkel selbst die Strahlen der Sonne weiterwirken – verborgen, aber nie verloren.

Wir dürfen Zeugen sein, wenn Himmel und Herz sich berühren. 🌜💖🌛

Hinterlasse einen Kommentar